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Galerie Gmurzynska | Stellungnahme zum Verfahren gegen das Museum Ludwig vor dem VG Köln und OVG Münster (Az. 13 L 1463/20; 15 B 1357/20)

Dienstag, den 15. September 2020, 12:20 Uhr

Mit Beschluss vom 09.09.2020 (Az. 13 L 1463/20) hat das Verwaltungsgericht Köln die Stadt Köln als Trägerin des Museum Ludwig im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes dazu verurteilt, den Galeristen der in Zürich ansässigen Galerie Gmurzynska innerhalb von drei Tagen mitzuzuteilen, bei welchen Kunstwerken der Sammlung Russische Avantgarde es die Authentizität anzweifelt sowie Einsicht in entsprechende Gutachten zu gewähren. Das Museum Ludwig hat für Ende September eine Ausstellung mit dem Titel „Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung; Fragen, Untersuchungen, Erklärungen" angekündigt. Die Stadt hat gegen den Beschluss Beschwerde eingelegt. Das Oberverwaltungsgericht NRW hat der Beschwerde mit Beschluss vom 16.09.2020 stattgegeben, da im Eilverfahren nicht auszuschließen sei, dass es sich beim Museum Ludwig um eine „Forschungseinrichtung" handele, die ausnahmsweise von der allgemeinen Informationspflicht des Informationsfreiheitsgesetzes NRW (IFG NRW) befreit ist. Die Galerie wird in der Sache von Rechtsanwalt Dr. Louis-Rönsberg, SLB Kloepper Rechtsanwälte, vertreten.

Die Stellungnahme der Galerie Gmurzynska zum Rechtsstreit mit dem Museum Ludwig vor dem Verwaltungsgericht Köln finden Sie hier (PDF herunterladen).